Sir Charles Spencer Chaplin (1889–1977) gilt als einer der ersten Kinostars überhaupt und hat mit seiner Schauspielkunst und seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Er ist des Weiteren einer der wenigen Künstler, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm bewältigt haben.
Gerade durch die archetypische Bildsprache und den Umgang mit Symbolen in seinen Filmen ist es naheliegend, dass irgendwo der Mond eine Rolle spielen könnte. Wir haben vier Bezüge gefunden:
Passend zur Weihnachtszeit hängen wir hier einen virtuellen Mistelzweig auf und rufen alle Liebenden auf, sich zu küssen! Der Brauch hat in vielen Ländern eine lange Tradition. Dabei spielt die Symbolik der Fruchtbarkeit und Lebenskraft ebenso eine Rolle, wie die Suche nach einer Möglichkeit, den Kuss in der Öffentlichkeit gesellschaftsfähig zu machen. Der Mistelzweig hilft, die Hemmschwelle zu überwinden, die gerade bei einem ersten Kuss zwischen zwei Menschen stehen kann. Dabei wird übrigens für jeden Kuss eine Beere vom Zweig gepflückt – so lange, bis keine mehr vorhanden ist.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, also vor mehr als 200 Jahren, war in Deutschland eine neue Stilrichtung im Begriff, die Malerei zu erobern: die Romantik. Hierbei ging es auch um das, was wir heute noch darunter verstehen, nämlich die Betonung des Gefühls. Es war aber mehr als das …
Es ging um das Selbstverständnis einer ganzen Generation von Menschen, die sich künstlerisch, dichterisch und musikalisch ausdrückten. Sie versuchten, der bis dahin herrschenden Vernunft der Aufklärung und ebenso dem auf Ordnung bedachten Klassizismus eine Sichtweise entgegenzusetzen, die mit irrationalen Inhalten zu tun hatte, wie etwa der Fantasie, der Unendlichkeit oder Transzendenz. Es ging um das, was Wassily Kandinsky (1866–1944) viel später über das Künstlerische im Allgemeinen ausdrückte, als er sagte: „Das Glück des Künstlers ist die Möglichkeit, die Sehnsucht in Formen kleiden zu können.“
Hat Vollmondlicht einen Einfluss darauf, wie Fische beim Angeln beißen? Manche behaupten, es wäre zwecklos bei Vollmond zu angeln, andere bestehen darauf, das ihre Fänge bei Vollmond besonders groß und kaum zu übertreffen seien.
Man kann davon ausgehen, dass es mehr das Mondlicht ist, was eine Wirkung auf die Fische ausüben könnte, als das astronomische Ereignis Vollmond selbst (das, wie bereits erläutert auch am Tag stattfinden kann). Demzufolge dürfte es kaum einen Unterschied machen, ob man in der Nacht vor/nach dem Vollmond oder in der Vollmondnacht selbst angelt, denn die Lichtmenge ist hier annähernd gleich und wird deutlich mehr durch Wolken und Wetter beeinflusst, als durch die exakte Planetenkonstellation.
Wie alle Ureinwohner eines Landes haben auch die Indianer als Bewohner des amerikanischen Kontinents einen Bezug zum Mondgeschehen und zum Vollmond. Er findet sich in der Mythologie wieder und ebenso in den entsprechenden Lebensweisen. Statt des Begriffs »Indianer« wird heute übrigens allgemein die Bezeichnung »Indigene Völker Amerikas« (einheimische Völker Amerikas) verwendet. Man möchte hier politically correct sein.
Immer wieder wird versucht, eine Verbindung herzustellen zwischen den Mondphasen und Naturkatastrophen. Soweit uns bekannt ist, ist es bisher nicht gelungen, einen ursächlichen Zusammenhang herzustellen oder zu beweisen. Auffällig ist das bekannte Erbeben und der Tsunami im Indischen Ozean im Jahr 2004, das bei Vollmond stattfand. War das ein Zufall? Gab es andere Tsunamis, die bei Vollmond passierten?
Es gibt ein berühmtes Zitat des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain (1835–1910), das aus seinem satirischen Reisebericht »Bummel durch Europa« aus dem Jahr 1880 stammt: »Jeder Mensch ist wie ein Mond, er hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt«. Er spielt dabei auf die astronomische Tatsache an, dass der Mond der Erde durch die gebundene Rotation stets nur eine Seite zuwendet. Die Rückseite des Mondes bleibt uns von der Erde aus betrachtet verborgen.
Wir waren kürzlich in einer Ballettaufführung – Schwanensee von Tschaikowsky – mit dem Moskauer Ballett. Schon nachdem sich der Vorhang zum ersten Mal hob, sah man auf dem Bühnenbild eine nächtliche Szenerie mit einem Schloss am See und oben am Himmel einen wunderbaren Vollmond stehen. Als dann später die »Schwäne« hinzukamen und das Ganze in bläuliches Licht getaucht wurde, war der ganze Raum von einer märchenhaften, feinen Stimmung durchzogen.
Die Tänzerinnen und Tänzer waren sehr beeindruckend, jede Bewegung mit absoluter emotionaler Kraft und perfekter Präzision getanzt. Man kam aus dem Staunen gar nicht heraus. Ein Genuss für die Sinne …
In der Schlussszene kam die Schlosslandschaft dann nochmals zum Einsatz – so war die ganze Darbietung vom Vollmondlicht umgeben.
Quallen sind faszinierende Lebewesen und obwohl keiner mit Ihnen direkt in Berühung kommen will, betrachtet man sie gebannt und bewundert ihre Formen, Farben und beinahe ätherisch wirkenden Körper, die durch das Wasser schweben – wie Wesen aus einer anderen Welt. Und siehe da, es gibt auch hier eine Art, die den Mond als Namensgeber gefunden haben: die »Mondqualle« (lat. aurelia aurita), im Deutschen auch »Ohrenqualle« genannt.
Auch in verschiedenen anderen Sprachen findet man das Wort »Mond« im Namen dieser Tiere wieder:
Im Jahr 1984 wurde der Song »New Moon on Monday« der britischen Musikgruppe Duran Duran veröffentlicht. Das war tief in den 80er-Jahren, als die Männer ihre Frisuren kunstvoll drapierten und dazu Klamotten trugen, die man heutzutage nicht ohne ein Schmunzeln betrachten kann. Das Musikvideo kommt ambitioniert daher, mit der Handlung einer Widerstandsgruppe »La Luna«, die gegen ein militärisches Regime kämpft und dabei auch die Kräfte des Monds zur Hilfe holt. Mit großem Aufwand wurde damals in dem französischen Dorf Noyers bei winterlichen Temperaturen gedreht.
Der Mondfisch ist der größte und schwerste Knochenfisch dieser Welt mit einem Gewicht von bis zu 2.500 Kilogramm, bis zu 3 Metern Länge und 4 Metern Höhe! Er wird über 100 Jahre alt. Seinen lateinischen Namen »Mola mola« hat er von seiner Form, die an einen »Mühlstein« erinnern kann. In vielen Sprachen nennt man ihn aber »Mondfisch«, wegen seiner runden Form.