Buddha und der Vollmond

Der Mai-Vollmond ist für viele Buddhisten ein besonderer Tag, denn es wird weltweit das Vesakh-Fest gefeiert. Der Überlieferung nach wurde Buddha an einem Vollmond im Monat Mai geboren, erfuhr später seine Erleuchtung und verstarb auch an diesem Tag. So wird dieser Zeitpunkt in vielen Ländern, wie Singapur, Vietnam, Thailand, Indonesien sowie Indien, Nepal, Sri Lanka und anderen besonders gefeiert. Und über allem leuchtet der Vollmond.

Im Jahr 1999 bestätigten die Vereinten Nationen auf Antrag einer Internationalen Buddhistischen Konferenz den Vesakh-Tag als heiligsten Tag der Buddhisten und sprachen eine internationale Anerkennung aus. Im Memorandum zur Sitzung der UN wird erläutert:

[…] Anerkennend, dass der Tag des Vollmonds im Monat Mai eines jeden Jahres der heiligste Tag für die Buddhisten ist, die an diesem Tag der Geburt des Buddha, seiner Erleuchtung und seines Ablebens gedenken […]

Es scheint also festzustehen, dass Buddha an Vollmond geboren wurde. Ein ganz und gar stimmiges Bild – steht ja der Vollmond für Ganzheit und Vollendung.

An Vesakh wird also weltweit mit Feierlichkeiten an Buddha gedacht. Es werden tausende von Kerzen angezündet, Blumen gegeben und für den Weltfrieden meditiert. Zur Ehrung des besonderen Moments der Geburt wird außerdem vielerorts eine Figur eines stehenden kleinen Buddhas genommen, und diese von den Feiernden mit Wasser übergossen im Sinne eines reinigenden Rituals.

Wir wünschen allen Buddhisten einen feierlichen und friedlichen Tag, umrahmt vom Vollmondlicht. Wer einer anderen Weltreligion oder keiner Religion angehört, kann in den Sätzen Buddhas ebenso einen Denkanstoß finden. Uns hat beispielsweise dieser Satz gefallen: „Das beste Gebet ist Geduld“. Wer könnte sich darin nicht üben?

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