Sir Charles Spencer Chaplin (1889–1977) gilt als einer der ersten Kinostars überhaupt und hat mit seiner Schauspielkunst und seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Er ist des Weiteren einer der wenigen Künstler, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm bewältigt haben.
Gerade durch die archetypische Bildsprache und den Umgang mit Symbolen in seinen Filmen ist es naheliegend, dass irgendwo der Mond eine Rolle spielen könnte. Wir haben vier Bezüge gefunden:
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Chang’e ist die chinesischen Göttin des Mondes. Sie steht nicht symbolisch für den Mond, wie beispielsweise die griechische Mondgöttin Selene, Chang’e lebt auf dem Mond und ist mit dem uns wohlbekannten Hasen befreundet. Aber war sie schon immer dort oben?
Die Legende besagt, dass sie vor einigen tausend Jahren dort hinaufgelangte. Es gibt verschiedene Versionen der Geschichte, die wir hier nicht in allen Formen darlegen wollen. Jedenfalls spielt ihr Ehemann Hou Yi eine zentrale Rolle, der durch seine Kunstfertigkeit im Bogenschießen zur Hilfe kam, als zehn Sonnen die Erde zu verbrennen drohten und er neun von ihnen vom Himmel schoss.
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Blicken wir in den hohen Norden zu den Inuit [*], finden sich erstaunliche Mythen zum Vollmond. Die Inuit leben entlang des Arktischen Ozeans vom Nordosten Russlands bis nach Grönland und Kanada. Dort regiert die Kälte. Die Kultur ist stark von einem archaischen Bewusstsein geprägt, das Leben durchwirkt von Legenden, die traditionell aufgrund der Lebensbedingungen nicht aufgeschrieben, sondern nur mündlich überliefert wurden.
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Es gibt einige Vollmondsongs, allen voran Frank Sinatras »Full moon and empty arms« aus dem Jahr 1945, das von Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2 inspiriert wurde (hören Sie hier die Gegenüberstellung). Ein neueres Beispiel wäre der »Full moon song« von Peter Bradley Adams aus dem Jahr 2011 oder aber das Lied »Full Moon« des britischen Musikduos The Black Ghosts (Theo Keating und Simon William Lord) aus dem Jahr 2006, das in 2008 als Filmmusik zu dem Film »Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen« große Bekanntheit erreichte. Das Lied wäre wahrscheinlich nicht so erfolgreich geworden, wenn die Musik-Supervisorin Alexandra Patsavas es nicht für den Soundtrack ausgewählt hätte.
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Paul Klee (1879–1940) war ein deutscher Maler und Grafiker, einer der großen Namen der klassischen Moderne, also der Zeit zu Beginn und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in so vielen Stilrichtungen zum Ausdruck kam und heute als Avantgarde der damaligen Zeit gesehen wird. Paul Klee malte kubistisch, expressionistisch, auch surrealistisch. Die Namen seiner Freunde lesen sich wie das »Who’s who« der Kunstszene: August Macke, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Walter Gropius, Robert Delaunay, Lyonel Feininger, Alexej von Jawlensky, Pablo Picasso …
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Es gibt wahrscheinlich wenige Maler, die so häufig den Vollmond in ihren Bildern verwendet haben wie Marc Chagall (1887–1985), der französische Künstler russisch-jüdischer Herkunft, der wegen seiner symbolhaften Formen und Farben als »le poète« (der Poet) unter den Malern galt.
Chagall hat fast ein Jahrhundert gelebt und wenn man ihn stilistisch überhaupt einordnen kann, dann am ehesten zum Expressionismus. Er hat in Russland, Frankreich (v.a. Paris) und in den USA (v.a. New York) gewirkt und war Zeit seines Lebens innerlich und äußerlich auf der Reise.
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Bleiben wir noch ein wenig bei der Musik und wenden wir uns einer großen musikalischen Gattung des Theaters zu, der Oper. Wir waren kürzlich in Madrid in TOSCA (von Puccini) und siehe da: im ersten Akt war plötzlich »luna piena« zu hören, was Italienisch ist und Vollmond bedeutet. Ein echtes Highlight!
Das brachte uns auf die Idee, ein paar Operntexte zu durchforsten, um herauszufinden, ob das Vollmondmotiv möglicherweise auch in anderen Werken eine Rolle spielt. Hierzu kann man die Libretti ansehen, das sind die Textauszüge der Opern. Uns interessierte dabei die textliche Nennung, da diese vom Komponisten so geschaffen wurde, während beispielsweise das Erscheinen des Vollmonds im Bühnenbild in der Regel eine Sache der jeweiligen Inszenierung ist.
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Wie bei allen Ureinwohnern der verschiedenen Länder und Kontinente, spielt auch bei den afrikanischen Völkern der Mond in Mythen und Geschichten eine wichtige Rolle. Wir hatten diesbezüglich ja bereits über andere Völker berichtet, wie zum Beispiel über die Indianer in Amerika, die Inuit im hohen Norden oder die Aborigines in Australien.
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Der amerikanische Astronaut David Scott (* 1932) führte gegen Ende der Apollo-15-Mission im Juli/August 1971 ein interessantes Experiment auf dem Mond durch. Er ließ vor laufender Kamera einen Hammer (1,3 kg) und eine Falkenfeder (30 g) fallen, um Galileo Galileis (1564–1641) These zu beweisen, dass Gegenstände unabhängig von ihrer Masse gleich schnell zu Boden fallen, sofern sie nicht vom Luftwiderstand gebremst werden, wie dies auf der Erde der Fall ist. Auf unserem Planeten lässt sich dieses Experiment nur im Vakuum demonstrieren.
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Vielleicht liegt es im Plan der Schöpfung, dass wir Menschen so empfänglich sind für alles, was größer ist, als das, was wir bereits kennen oder erlebt haben. Im Folgenden geht es wohlgemerkt nur um Himmelskörper …
Wie wir kürzlich in unserem Beitrag »Sonne und Mond gleich groß?« hier im Vollmondblog beschrieben haben, ändert der Mond durch seine besondere Umlaufbahn seinen Abstand zur Erde und erscheint damit für einen Betrachter auf der Erde unterschiedlich groß, je nachdem wie nah er der Erde in diesem Moment ist. Ist der Mond (oder ein anderer Himmelskörper) der Erde am nächsten spricht man von Perigäum, ist er am weitesten entfernt, nennt man dies Apogäum. Man kann diese Begriffe getrost wieder vergessen, merken darf man sich, dass der Mond für uns unterschiedlich groß erscheinen kann.
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Es befinden sich derzeit exakt sechs amerikanische Flaggen auf dem Mond, die von den Mondlandungen der Apollo-Missionen 11,12,14,15,16, und 17 stammen und von den jeweiligen Astronauten hinterlassen wurden. Den Anfang machte die Flagge der Apollo-11-Mission. Am 21. Juli 1969 um 03:56 Uhr betrat Neil Armstrong als erster Mensch unseren Erdtrabanten und sprach dabei den legendären Satz: »That’s one small step for (a) man … one … giant leap for mankind« [*]. Zusammen mit seinem Kollegen Buzz Aldrin stellte er daraufhin die erste Flagge auf dem Mond auf, was offensichtlich nicht ganz einfach war, angesichts der Raumanzüge, des Gestänges und der Bodenbeschaffenheit.
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