Charlie Chaplin und der Vollmond 

Sir Charles Spencer Chaplin (1889–1977) gilt als einer der ersten Kinostars überhaupt und hat mit seiner Schauspielkunst und seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Er ist des Weiteren einer der wenigen Künstler, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm bewältigt haben.

Gerade durch die archetypische Bildsprache und den Umgang mit Symbolen in seinen Filmen ist es naheliegend, dass irgendwo der Mond eine Rolle spielen könnte. Wir haben vier Bezüge gefunden:

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Der Film »Mondsüchtig«

»Mondsüchtig« aus dem Jahr 1987 ist eine romantische Filmkomödie, in der neben Cher und Nicholas Cage der Vollmond eine echte Hauptrolle spielt. Man sieht ihn unzählige Male im Film am nächtlichen Himmel stehen, anders als zum Beispiel bei »Schlaflos in Seattle«, wo er nur auf dem Filmplakat erscheint. Der Wort »mondsüchtig« im Filmtitel bezieht sich dabei weniger auf das Thema des Schlafwandelns, sondern eher darauf, dass das Verhalten der Menschen bei Vollmond manchmal sonderbar sein kann.

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»Actias luna« und »Actias selene« – zwei Mond-Nachtfalter

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Die Nachtfalter »Actias luna« und »Actias selene« aus der Familie der Pfauenspinner tragen den Mond im Namen – vielleicht, weil sie sich vom Licht angezogen fühlen und wir Menschen sie mit der Nacht in Verbindung bringen (obgleich sie auch tagsüber aktiv sein können). Vielleicht sind es auch die mondsichelförmigen Flügel oder die Zeichnung der Flügel, die an Augen erinnert, die zur Namensgebung beigetragen haben. Luna ist die Mondgöttin in der römischen Mythologie, Selene ist die entsprechende griechische Mondgöttin.

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Das Leuchten der Skorpione

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Skorpione haben die Eigenschaft, dass sie im Dunkeln fluoreszierend leuchten, wenn sie mit UV-Strahlung in Kontakt kommen. Dies wird deutlich sichtbar, wenn man sie direkt mit UV-Licht bestrahlt. Die im Sonnenlicht und Mondlicht enthaltenen UV-Anteile reichen allerdings kaum aus, um dieses Leuchten für uns Menschen sichtbar zu machen. Dennoch scheinen die Skorpione den UV-Anteil wahrzunehmen und reagieren somit auf Mondlicht.

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»Mond im Leerlauf« (Mondpause)

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Der Begriff »Mondpause« bezeichnet in der Astrologie eine bestimmte Zeitspanne beim Lauf des Mondes durch die Tierkreiszeichen. Die Rahmenbedingungen hierzu schaffen die sogenannten »Aspekte« des Mondes, also seine Beziehungen zu anderen Planeten am Himmel. Wenn sich der Mond und ein Planet beispielsweise gegenüberstehen, spricht man von einer »Opposition«. Weitere wichtige Aspekte sind die »Konjunktion« (nebeneinander), »Quadrat« (Winkelabstand 90°), »Trigon« (120°) und »Sextil« (60°). Wenn der Mond nun also durch ein Tierkreizeichen wandert, tauchen verschiedene dieser Aspekte auf. Nach etwa 2,5 Tagen wechselt er in das nächste Tierkreiszeichen, um dort wiederum neue Aspekte zu bilden. Die Phase zwischen dem letzten Aspekt im aktuellen Tierkreiszeichen und dem Übergang zum nächsten Tierkreiszeichen wird »Mondpause« oder »Mond im Leerlauf« (engl.: »Void Of Course / VOC«) genannt. Die Länge einer Mondpause kann von ein paar Minuten bis zu zwei Tagen betragen.

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Ein Hotel auf dem Mond?

Ein Hotel auf dem Mond – das hört sich zunächst utopisch an oder auch absurd. Tatsache ist, dass der Mensch darüber nachdenkt, den Weltraum oder andere Himmelskörper zu besiedeln und zu bewohnen, seitdem er sich damit beschäftigt, in den Weltraum zu fliegen. Und glaubt man den Aussagen der verschiedenen Unternehmen, die Hotels jenseits der Erde planen, muss es eine große Nachfrage geben. Die wäre auch notwendig, wenn sich so ein Projekt rechnen soll. Oder ist es nur das Prestige und die Öffentlichkeitswirkung, die so ein Vorhaben einbringen und damit rechtfertigen würde?

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Der „Moonwalk“ Tanzschritt

Beim „Moonwalk“ handelt es sich um einen Tanzschritt, mit dem man durch die Bewegung der Beine und Füße eine Vorwärtsbewegung vortäuscht, während man sich in Wirklichkeit rückwärts bewegt. Somit entsteht die Illusion, dass der Boden sich gleitend unter den Füßen des Tänzers wegbewegt. Es gibt keinen Namen, der mit diesem Schritt enger verbunden ist, als der von Michael Jackson (der am 29. August 1958 bei Vollmond geboren wurde). Obwohl er nicht der Erfinder ist, kann man ihn in jedem Fall als Galionsfigur sehen. Der Schlüsselmoment war dabei Jacksons Performance von „Billie Jean“ bei der Jubiläumsfeier „Motown 25: Yesterday, Today, Forever“ im Jahr 1983. Ab diesem Moment war der Siegeszug des „Moonwalk“ nicht mehr aufzuhalten und Michael Jackson hatte seinen Signature Move geprägt.

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Mehr Geburten bei Vollmond?

Es wird oft gesagt, dass bei Vollmond mehr Kinder geboren werden. Mittlerweile haben verschiedene Untersuchungen ergeben, dass dies nicht der Fall ist.

Als bekanntes Beispiel kann eine amerikanische Studie aus den Jahren 1997–2001 genannt werden, die den Einfluss des Mondzyklus auf Geburten untersucht hat, mit der beeindruckenden Anzahl von 564.039 Geburten über einen Zeitraum von 62 Mondzyklen. Es wurde also nicht nur der Vollmond, sondern alle Phasen des Mondzyklus betrachtet mit dem Ergebnis, dass es keinen nachweisbaren Zusammenhang gibt:

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Mondbeben

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Analog zu Erdbeben auf der Erde gibt es auf dem Mond sogenannte „Mondbeben“. Damit sind also Erschütterungen des Erdtrabanten gemeint. Die Astronauten der fünf Apollo-Missionen in den Jahren 1969 bis 1972 hinterließen Seismografen auf dem Mond, um diese seismischen Wellen zu messen. Die Daten wurden daraufhin bis zum Jahr 1977 zur Erde gefunkt und ausgewertet.

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Vollmond-Bisse

Obwohl man annehmen könnte, dass es im Folgenden um Vampire oder Werwölfe geht, beschäftigen wir uns mit anderen Bissen, nämlich denen von Tieren gegenüber Menschen. Es gibt eine Studie aus der Unfallambulanz des Krankenhauses Bradford Royal Infirmary im englischen Bradford aus den Jahren 1997–1999. Darin wurde die Frage untersucht, ob Tiere bei Vollmond häufiger zubeißen. Betrachtet wurden 1.621 Patienten, die mit Verletzungen durch Tierbisse behandelt wurden. Der Großteil der Betroffenen wurden von Hunden gebissen (95,1 %), die anderen von Katzen (3,4 %), Pferden (0,8%) und Ratten (0,7 %). Das Erstaunliche dieser Untersuchung ist, dass sich tatsächlich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Vollmondgeschehen und den Bissen der Tiere feststellen ließ. Damit dürfte dies die erste uns bekannte Studie sein, die ein solches Ergebnis liefert!

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Mondbrücken

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Eine Mondbrücke ist eine Brücke für Fußgänger, deren halbkreisförmiger Bogen sich durch die Reflexion im Wasser zu einem Kreis ergänzt und damit an den Vollmond erinnert. Die hohe Bogenform hatte früher vor allem den Sinn, dass Schiffe die Brücke unterqueren konnten. Mondbrücken haben ihren Ursprung in der asiatischen Kultur und wurden oft in japanischen und chinesischen Gärten gebaut. Die verwendeten Materialien waren meist Holz, Stein und Metall.

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