Charlie Chaplin und der Vollmond 

Sir Charles Spencer Chaplin (1889–1977) gilt als einer der ersten Kinostars überhaupt und hat mit seiner Schauspielkunst und seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Er ist des Weiteren einer der wenigen Künstler, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm bewältigt haben.

Gerade durch die archetypische Bildsprache und den Umgang mit Symbolen in seinen Filmen ist es naheliegend, dass irgendwo der Mond eine Rolle spielen könnte. Wir haben vier Bezüge gefunden:

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Der Mond in den Flitterwochen

Im Deutschen nennen wir die Wochen nach der Hochzeit »Flitterwochen« und das hat ganz offensichtlich gar nichts mit dem Mond zu tun. In vielen Sprachen klingt das anders, da spricht man vom »Honigmond«, was sich von »Honigmonat« ableitet, und somit eine bestimmten Zeit der besonderen Süße nach der Vermählung bezeichnet. Nicht immer wurde allerdings die Verbindung zum Mond positiv gedeutet, denn man sah im abnehmendem Mond symbolisch das Abnehmen der Anziehungskraft, die das glückliche Paar nach der Hochzeit im Verlauf der Zeit erfährt.

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Der Hammer und die Feder auf dem Mond

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Der amerikanische Astronaut David Scott (* 1932) führte gegen Ende der Apollo-15-Mission im Juli/August 1971 ein interessantes Experiment auf dem Mond durch. Er ließ vor laufender Kamera einen Hammer (1,3 kg) und eine Falkenfeder (30 g) fallen, um Galileo Galileis (1564–1641) These zu beweisen, dass Gegenstände unabhängig von ihrer Masse gleich schnell zu Boden fallen, sofern sie nicht vom Luftwiderstand gebremst werden, wie dies auf der Erde der Fall ist. Auf unserem Planeten lässt sich dieses Experiment nur im Vakuum demonstrieren.

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Das Kaufhaus John Lewis und der „Man On The Moon“

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Die Weihnachts­werbekampagnen des bekannten englischen Kaufhauses John Lewis haben sich seit Beginn dieser Weihnachtsvideos im Jahre 2007 zu einer jährlichen Tradition entwickelt und sind zum Bestandteil der vorweihnachtlichen Internetkultur geworden. John Lewis wurde für diese Kampagnen im Jahre 2012 mit dem „IPA Effectiveness Award“ ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde das Video „Man On The Moon“ (Mann auf dem Mond) veröffentlicht – passend zum Weihnachtsvollmond am 25. Dezember 2015.

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Der »Goldene Henkel« des Mondes

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Wenn das Sonnenlicht in flachem Winkel auf die Mondoberfläche auftrifft, entstehen durch die Berge und Täler interessante Beleuchtungseffekte, die von der Erde aus gut beobachtet werden können. Ein bekannter Effekt ist der sogenannte »Goldene Henkel«. Dabei wird etwa 4 bis 5 Tage vor dem Vollmond das Jura-Gebirge (»Montes Jura«) angestrahlt und erscheint als heller Bogen vor der noch abgedunkelten Regenbogenbucht (»Sinus Iridum«) des Mare Imbriums. Dies wird dadurch verstärkt, dass die Licht-Schatten-Grenze, die sich Tag-Nacht-Grenze oder »Terminator« nennt, direkt durch diesen Bereich verläuft.

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Mondgestein

Unser Mond besteht aus Gestein, das sich bei seiner Entstehung durch eine Kollision zwischen der Erde und einem anderen Planeten vor rund 4,5 Milliarden Jahren neu formiert hat. Durch Meteoriteneinschläge entstanden dann die Mondmeere, die von der Erde aus betrachtet als dunkle Flecken sichtbar sind.

Ein kleiner Anteil dieses Gesteins befindet sich auf der Erde. Es stammt zum einen von verschiedenen Mond-Missionen (Apollo und Luna), zum anderen von Meteoriten, die auf der Erde als Brocken eingeschlagen sind. Rechnet man die registrierte Masse dieses Gesteins zusammen kommt man auf 738 kg. Das ist also »nur ein Reiskorn«, im Vergleich zu den 81.000.000.000.000 kg, die unser Mond wiegt.

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Mondbäume

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Auch wenn die Vorstellung schön wäre: Es geht hier nicht um Bäume die auf dem Mond wachsen, sondern um Bäume auf der Erde, die aus Samen entstanden sind, die in einer kleinen Dose während der Apollo-14-Mission im Jahre 1971, exakt 34-mal um den Mond kreisten. Für das gemeinsame Projekt der NASA und des USFS (US Forest Service), nahm der Astronaut Stuart Rosa hunderte von Baumsamen mit auf die Reise. Die Samen wurden von fünf verschiedenen Baumarten gewählt: Weihrauch-Kiefer, Platanen, Mammutbaum und die Gewöhnliche Douglasie. Die Samen durchstanden die Schwerelosigkeit und ebenso den luftleeren Raum, als die Dose, in der sie sich befanden, im Vakuum der Dekontaminationskammer zerstört wurde. Die Samen mussten nach diesem Vorfall einzeln eingesammelt werden.

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Die Rückseite des Mondes

Bekanntlich ist der Mond keine Scheibe, sondern eine Kugel und man könnte sich die Frage stellen, ob wir demnach verschiedene Seiten dieser Mondkugel zu sehen bekommen? Die Antwort lautet: nein! Zumindest gilt dies für einen Beobachter, der sich auf der Erde befindet.

Wir sehen tatsächlich bei Vollmond immer nur eine Hälfte des Mondes. Das kommt daher, weil der Mond an die Drehbewegung der Erde gebunden ist. Man nennt dies »gebundene Rotation«. Das bedeutet, dass wir die uns abgewandte Seite von der Erde aus nicht zu sehen bekommen. Und bis es möglich wurde, mit Raumsonden und später mit Raumschiffen die Rückseite des Mondes zu fotografieren, wusste kein Mensch, was sich dort befinden und wie es dort aussehen würde.

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Mit dem Auto auf dem Mond

Als Neil Armstrong 1969 im Rahmen der Apollo-11-Mission als erster Mensch den Mond betrat, sprach er die berühmten Worte »That’s one small step for (a) man … one … giant leap for mankind« [*] und setzte damit diesem historischen Schritt ein Denkmal. Selten in der Geschichte verdichtete sich der Erfolg menschlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit so eindrucksvoll in einem einzigen Augenblick.

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Meteoroiden-Einschlag auf dem Mond

Erst vor kurzem hat die NASA bei der Untersuchung von Videoaufnahmen festgestellt, dass es am 17. März 2013 eine verhältnismäßig große Explosion auf dem Mond gab, verursacht durch den Einschlag eines Meteoroiden. Es handelte sich um einen ca. 40 cm großen und 40 kg schweren Brocken, der mit 90.000 km/h auf die Mondoberfläche traf. Die Sprengkraft dieser Explosion entsprach umgerechnet 5 Tonnen TNT. Der Lichtblitz, der beim Einschlag im »Mare Imbrium« aufleuchtete, war so hell, dass er mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbar war.

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»The Moon’s Rapture« von Frank Frazetta

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Frank Frazetta (1928–2010) war ein amerikanischer Fantasy- und Science-Fiction-Illustrator und gehört zu den größten Künstlern dieses Genres. Er war mit seinem charakteristischen Stil Vorbild für eine ganze Generation von Künstlern. Sein Werk erfährt bis heute große Wertschätzung.

Er begann in den 1960er-Jahren mit Illustrationen von Covern für Comics und Bücher (z.B. »Conan der Barbar« oder »Tarzan«), gestaltete Filmplakate (z.B. »Was gibt’s Neues, Pussy?« oder »Tanz der Vampire«) und Plattencover. Daneben schuf er viele freie Kunstwerke.

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