Sir Charles Spencer Chaplin (1889–1977) gilt als einer der ersten Kinostars überhaupt und hat mit seiner Schauspielkunst und seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Er ist des Weiteren einer der wenigen Künstler, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm bewältigt haben.
Gerade durch die archetypische Bildsprache und den Umgang mit Symbolen in seinen Filmen ist es naheliegend, dass irgendwo der Mond eine Rolle spielen könnte. Wir haben vier Bezüge gefunden:
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Chang’e ist die chinesischen Göttin des Mondes. Sie steht nicht symbolisch für den Mond, wie beispielsweise die griechische Mondgöttin Selene, Chang’e lebt auf dem Mond und ist mit dem uns wohlbekannten Hasen befreundet. Aber war sie schon immer dort oben?
Die Legende besagt, dass sie vor einigen tausend Jahren dort hinaufgelangte. Es gibt verschiedene Versionen der Geschichte, die wir hier nicht in allen Formen darlegen wollen. Jedenfalls spielt ihr Ehemann Hou Yi eine zentrale Rolle, der durch seine Kunstfertigkeit im Bogenschießen zur Hilfe kam, als zehn Sonnen die Erde zu verbrennen drohten und er neun von ihnen vom Himmel schoss.
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Wie alle Ureinwohner eines Landes haben auch die Indianer als Bewohner des amerikanischen Kontinents einen Bezug zum Mondgeschehen und zum Vollmond. Er findet sich in der Mythologie wieder und ebenso in den entsprechenden Lebensweisen. Statt des Begriffs »Indianer« wird heute übrigens allgemein die Bezeichnung »Indigene Völker Amerikas« (einheimische Völker Amerikas) verwendet. Man möchte hier politically correct sein.
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Obwohl man leicht annehmen könnte, dass der Vollmond die Fortpflanzung vieler Lebewesen beeinflusst, ist dies nur für wenige Spezies wirklich belegt. Man mutmaßt über Wölfe, bestimmte Insekten oder Krebse und auch viele Menschen schwören, dass sie bei Vollmond nicht anders könnten, als die Nähe zum anderen (oder gleichen) Geschlecht zu suchen. Wirklich sicher sind sich die Forscher jedoch bei einer Tierart, die viele gar nicht als Tiere einschätzen würden: die Korallen. Hier ist nachgewiesen, dass die Fortpflanzung von der Wassertemperatur und vom Mondlicht abhängt.
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»Mondholz« (auch »Mondphasenholz«) wird Holz von Bäumen genannt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt der Mondphase gefällt werden und dem dadurch bessere Eigenschaften zugesprochen werden im Bezug auf Qualität, Stabilität, Haltbarkeit, Resistenz gegen Schädlinge etc. Wie bei vielen der mondbezogenen Traditionen, liegen bisher wenige Nachweise über den tatsächlichen Einfluss des Mondes vor. Dennoch glauben viele Menschen an diese besondere Wirkung und sind bereit, für Mondholz bis zu 30 % mehr zu bezahlen. Die Anwendung reicht von Bauwerken bis zu Musikinstrumenten.
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Wir wenden uns zwei interessanten Arten von Lichterscheinungen um den Mond zu: Halos und Koronas. Beide sind optische Phänomene in der Atmosphäre, die allerdings physikalisch betrachtet unterschiedlich zustande kommen und auch verschieden aussehen.
Ein Halo (Abbildung links) entsteht durch Brechung des Lichts an Eiskristallen und erzeugt einen klar abgegrenzten Lichtring um Sonne oder Mond, während die Fläche zwischen Himmelskörper und Ring fast leer erscheint. Es können auch Lichtflecken, -bögen oder -säulen entstehen.
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In vielen Sprachen findet sich im Wort für den Wochentag »Montag« das Wort »Mond« wieder, manchmal leicht abgewandelt aber meistens gut erkennbar. Das scheint kein Zufall zu sein. Aber warum ist das so? Der Mond ist ja beileibe nicht nur am Montag zu sehen und auch sonst fallen einem auf die Schnelle keine guten Gründe ein, warum ein bestimmter Tag im Wochenrhythmus mit dem Mond in Verbindung stehen sollte.
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Wir greifen nochmals in die Schatzkiste der altenglischen Geschichten und finden das Märchen »The Buried Moon« oder auch »The Dead Moon«. Das Stück wurde 1894 von dem australischem Historiker Joseph Jacobs in einer Märchensammlung veröffentlicht, hat aber seinen Ursprung wie alle Volksmärchen weiter zurückliegend und wurde mündlich über die Jahrhunderte weitererzählt.
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In dem rumänischen Märchen „Der Hirte im Mond“ wird die Geschichte eines Hirten erzählt:
Dieser kam einst zu einem reichen Bojar (einem Adligen) und erhielt von diesem als Gabe ein Stück Land und eine Herde Schafe. Er wurde als Hirte sesshaft und begann des Nachts auf seiner Flöte wundervolle Melodien zu spielen, die ihn – so erfährt man später – an seine verstorbene Liebe erinnerten. Diese Lieder waren so schön, dass alle Schafe zu ihm kamen um zu lauschen, auch die der benachbarten Hirten. Diese wurden neidisch auf den Flötenspieler und versuchten ihn beim Bojar anzuschwärzen. Als dieser aber zu dem Hirten mit der Flöte hielt, trachteten die anderen Hirten dem guten Hirten nach dem Leben und versuchten ihn umzubringen. Er entkam und verließ sein Land voller Trauer und Schmerz.
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Der Vollmond war schon immer ein Begleiter durch die Zeit, durch die Monate, durch die Jahreszeiten und das ganze Jahr. Früher war dies umso mehr der Fall, als das Alltagsgeschehen des Menschen noch nicht so strikt von der Uhrzeit diktiert wurde. Da war es die Sonne, die den Tag bestimmte, und der Mond, der die Nächte erhellte. Heute sind Uhr und Kalender unsere Zeitmaßstäbe, was seine Vorteile hat, aber auch seine Schattenseiten. Man verlernt immer mehr, Zeiträume einzuschätzen und bewusst zu erleben. Wir haben fast vergessen wahrzunehmen, wie unterschiedlich sich ein Vollmond im Dezember und ein Vollmond im Juli anfühlen kann …
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Dass Menschen im Mondlicht zusammenfinden ist schon immer so gewesen. Was sich allerdings in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Birmingham, Großbritannien regelmäßig rund um den Vollmond ereignete, war eine Begegnung besonderer Art. Es trafen sich damals die klügsten und einflussreichsten Köpfe des Landes (Naturwissenschaftler, Ärzte, Dichter, Theologen, Philosophen, Erfinder und Industrielle) im Rahmen der von Erasmus Darwin 1765 ins Leben gerufenen »Lunar Society«.
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