Sir Charles Spencer Chaplin (1889–1977) gilt als einer der ersten Kinostars überhaupt und hat mit seiner Schauspielkunst und seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Er ist des Weiteren einer der wenigen Künstler, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm bewältigt haben.
Gerade durch die archetypische Bildsprache und den Umgang mit Symbolen in seinen Filmen ist es naheliegend, dass irgendwo der Mond eine Rolle spielen könnte. Wir haben vier Bezüge gefunden:
In der Astrologie, der Lehre von der Deutung und Bedeutung von Sternenkonstellationen für das menschliche Leben, zeigt sich einmal mehr die Dominanz der Sonne in unserer Gesellschaft und die unbedeutende Rolle, die der Mond darin spielt. Jeder weiß »sein« Tierkreiszeichen, also den Stand der Sonne zum Zeitpunkt seiner Geburt. Wenn man beispielsweise sagt »Ich bin Wassermann« meint man damit, dass die Sonne bei der Geburt im Tierkreiszeichen Wassermann stand. Auch den Aszendenten, als das Zeichen, das zum Geburtszeitpunkt am östlichen Horizont stand (lat. ascendere = aufsteigen) wissen zumindest noch einige Menschen. Aber in welchem Tierkreiszeichen der Mond im Geburtshoroskop steht, wissen nur die wenigsten.
Wir waren kürzlich in einer Ballettaufführung – Schwanensee von Tschaikowsky – mit dem Moskauer Ballett. Schon nachdem sich der Vorhang zum ersten Mal hob, sah man auf dem Bühnenbild eine nächtliche Szenerie mit einem Schloss am See und oben am Himmel einen wunderbaren Vollmond stehen. Als dann später die »Schwäne« hinzukamen und das Ganze in bläuliches Licht getaucht wurde, war der ganze Raum von einer märchenhaften, feinen Stimmung durchzogen.
Die Tänzerinnen und Tänzer waren sehr beeindruckend, jede Bewegung mit absoluter emotionaler Kraft und perfekter Präzision getanzt. Man kam aus dem Staunen gar nicht heraus. Ein Genuss für die Sinne …
In der Schlussszene kam die Schlosslandschaft dann nochmals zum Einsatz – so war die ganze Darbietung vom Vollmondlicht umgeben.
Es ist allgemein bekannt, dass Ebbe und Flut durch die Gezeitenkräfte verursacht werden, welche durch die Anziehungskräfte zwischen Erde und Mond (und auch zwischen Erde und Sonne) entstehen. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass der Mond die Wassermassen der Ozeane bewegt. Bei Vollmond und Neumond stehen Sonne, Mond und Erde annähernd in einer Linie, somit sind dann die Kräfte größer und verursachen sogenannte Springfluten, also eine etwas erhöhte Flut. Nun folgern viele Menschen daraus, dass der Mond – und insbesondere der Vollmond – demnach auch uns Menschen bewegen und beeinflussen müsse, da unsere Körper zum Großteil aus Wasser bestehen. Dass diese Behauptung mehrere Denkfehler enthält, möchten wir im Folgenden gern erläutern.
Frank Frazetta (1928–2010) war ein amerikanischer Fantasy- und Science-Fiction-Illustrator und gehört zu den größten Künstlern dieses Genres. Er war mit seinem charakteristischen Stil Vorbild für eine ganze Generation von Künstlern. Sein Werk erfährt bis heute große Wertschätzung.
Er begann in den 1960er-Jahren mit Illustrationen von Covern für Comics und Bücher (z.B. »Conan der Barbar« oder »Tarzan«), gestaltete Filmplakate (z.B. »Was gibt’s Neues, Pussy?« oder »Tanz der Vampire«) und Plattencover. Daneben schuf er viele freie Kunstwerke.
Sind wir allein im Universum? Gibt es andere Formen intelligenten Lebens im Weltall oder sind wir allein? Diese Fragen beschäftigen uns Menschen, seitdem wir bewusst über unsere Existenz nachdenken und den Blick zum Sternenhimmel heben.
Mit dem Beginn der Raumfahrt entstand die Idee, etwaigen Außerirdischen Botschaften zu senden. Die Frage, welche Informationen geeignet sind, ein repräsentatives Bild der gesamten Menschenheit und deren Leben auf dem Planeten Erde zu zeichnen, ist dabei ausgesprochen spannend.
Blickt man auf den Mond, kann man mit bloßem Auge die Flecken auf seiner Oberfläche erkennen, die als Mondmeere bezeichnet werden und die die Fantasie der Menschen seit jeher beflügelt haben. Es handelt sich dabei um geschmolzenes Gestein, das bei der Entstehung des Mondes an die Oberfläche trat und dort erstarrte. Sieht man etwas genauer hin und nimmt ein Teleskop zur Hilfe, erkennt man Berge und Täler und eine Vielzahl von Kratern. Kurzum: Es sind Landschaften, die unserem Mond sein Gesicht geben.
Wie bei allen Ureinwohnern der verschiedenen Länder und Kontinente, spielt auch bei den afrikanischen Völkern der Mond in Mythen und Geschichten eine wichtige Rolle. Wir hatten diesbezüglich ja bereits über andere Völker berichtet, wie zum Beispiel über die Indianer in Amerika, die Inuit im hohen Norden oder die Aborigines in Australien.
Der Song »Space Oddity« (dt.: Weltraumkuriosität) des britischen Musikers David Bowie (1947–2016) hat Geschichte geschrieben. Bowie wurde zu dem Stück 1968 durch den Science-Fiction-Klassiker »2001: Odyssee im Weltraum« von Stanley Kubrick inspiriert.
Erzählt wird die fiktive Geschichte des Astronauten Major Tom, der auf seinem Flug durchs Weltall sein Raumschiff verlässt und Abschied nimmt von den Menschen. In den letzten vier Zeilen des Textes wird dabei auch der Mond erwähnt:
Es gibt ein berühmtes Zitat des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain (1835–1910), das aus seinem satirischen Reisebericht »Bummel durch Europa« aus dem Jahr 1880 stammt: »Jeder Mensch ist wie ein Mond, er hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt«. Er spielt dabei auf die astronomische Tatsache an, dass der Mond der Erde durch die gebundene Rotation stets nur eine Seite zuwendet. Die Rückseite des Mondes bleibt uns von der Erde aus betrachtet verborgen.
Jeder weiß, dass etwa einmal im Monat Vollmond ist … aber seltsam: der Vollmond ist immer an einem anderen Tag des Monats und immer zu einer anderen Uhrzeit. Das liegt daran, dass der Mondmonat im Durchschnitt kürzer ist, als der Kalendermonat. Ohne zu mathematisch zu werden, kann man sagen, dass ein Mondzyklus ca. 29,5 Tage lang ist. So verteilen sich die Vollmondtermine unregelmäßig über die Kalendermonate und es kommt vor (etwa alle 2,5 Jahre), dass zwei Vollmondtermine in einen Monat fallen, einer am Monatsanfang und einer am Monatsende. Diesen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats nennt man heute „Blue Moon“ (Blauer Mond).