Moonraker – eine englische Legende

Auch wenn der Titel dieses Artikels dies nahelegt, geht es im Folgenden nicht um James Bond, den berühmten Geheimagenten Ihrer Majestät, sondern um eine andere Legende, die sich im südenglischen Wiltshire zugetragen haben soll.

Eine Bande von Alkohol-Schmugglern versuchte damals, ihre Fässer im Teich eines Dorfes vor den Augen der offiziellen Steuereintreiber zu verstecken. Als sie von diesen nachts am Ufer angetroffen und zur Rede gestellt wurden, versuchten die Schmuggler mit Gartenwerkzeugen die Wasseroberfläche zu rechen, um den Blick auf die Fässer zu erschweren. Sie behaupteten dabei, sie wollten einen runden Käse aus dem Teich holen und deuteten auf das Spiegelbild des Vollmonds im Wasser. Die Amtspersonen erklärten sie für nicht ganz bei Verstand und ließen sie gewähren.

Aus dem Rechen der Wasseroberfläche und des Monds entstand somit die Bezeichnung »Moonraker« (was also soviel bedeutet wie »Mondrecher«). Dieser Ausdruck wird heute noch mit einem gewissen Stolz benutzt und Menschen, die in Wiltshire geboren werden, nennen sich selbst bisweilen Moonraker.

Es gibt übrigens noch einen anderen wichtigen Bezugspunkt zum Vollmond in dieser Gegend: Stonehenge … scheinbar scheint der Vollmond in Südengland auf besondere Weise.

(Gemälde: Robert Hugh Buxton, The Moonrakers)

Rubrik: Lesenswert, Sehenswert | 1 Kommentar | Kommentieren
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Kommentare

  • Wow danke dafür, brauchte es für die Schule. Die Seite ist wirklich gut aufgebaut und schön gestalten :)

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