Charlie Chaplin und der Vollmond 

Sir Charles Spencer Chaplin (1889–1977) gilt als einer der ersten Kinostars überhaupt und hat mit seiner Schauspielkunst und seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Er ist des Weiteren einer der wenigen Künstler, die den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm bewältigt haben.

Gerade durch die archetypische Bildsprache und den Umgang mit Symbolen in seinen Filmen ist es naheliegend, dass irgendwo der Mond eine Rolle spielen könnte. Wir haben vier Bezüge gefunden:

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Der Zauber historischer Mondscheinkarten

Es ist gut hundert Jahre her, als in Europa eine ganz besondere Art von Ansichtskarten in Mode war: die Mondscheinkarten. Dabei handelt es sich um Postkarten mit Motiven von Städten oder Landschaften, die die Wirkung einer nächtlichen Mondschein-Szenerie vermitteln sollten. Es sollte romantisch wirken und dies traf in diesen Jahren ganz offenbar den Geschmack der Bürger. Es gab sowohl druckgrafische Karten, als auch Fotoansichtskarten, die auf diese Weise »in Mondlicht getaucht« wurden.

Rubrik: Sehenswert

Die Karriere des William Turner

Die Fotografie war noch nicht erfunden, als der britische Maler J. M. William Turner (1775–1851) im Jahr 1796 sein Bild »Fischer auf See« malte, auf dem er eine nächtliche Szenerie auf stürmischer See darstellte, die vom Vollmond in schweren Wolken beleuchtet wird. Das Bild war das erste ausgestellte Ölgemälde des damals 21-jährigen Turner und markierte den Beginn einer großen Karriere.

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Roter Mond in der Finsternis

Am Mittwoch, 15. Juni 2011 (bzw. Donnerstag 16. Juni für bestimmte Zeitzonen) ist Vollmond und gleichzeitig eine totale Mondfinsternis. Diese wird allerdings nur im Nahen und Mittleren Osten vollständig zu beobachten sein, in Asien und Australien geht der Mond bereits wieder unter, in Europa und Afrika geht er gerade erst auf, während die Mondfinsternis stattfindet. In Amerika wird das Ereignis gar nicht zu sehen sein.

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Die Fernsehserie »Moonlighting« (Das Model und der Schnüffler)

Es ist schon einige Jahre her, als wir in der Fernsehserie »Moonlighting« Bruce Willis in der Rolle des Detektivs David Addison und Cybill Shepherd als ehemaliges Topmodell Maddie Hayes wöchentlich auf Ganovenjagd begleiten durften. Das war 1985 der Karrierestart für Bruce Willis, der aus über 1.000 Bewerbern ausgewählt wurde und schon damals unvergleichlich süffisant lächeln konnte (und bedeutend mehr Haare hatte). Der Erfolg der Serie liegt neben den schlagfertigen Dialogen natürlich vor allem in der latent erotischen Beziehung der Hauptdarsteller, die raffinierter Weise immer nur fast zusammenkommen.

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Der Vollmond über Stonehenge

Jeder kennt die Silhouette der Steine von Stonehenge, in der südenglischen Grafschaft Wiltshire, einem der wirklich alten Bauwerke der Menschheit, das durch seine archaische Bauweise und mystische Ausstrahlung immer wieder fasziniert. Vielleicht erinnert es uns Menschen an unseren Ursprung und an etwas, das wir im Trubel unserer hektischen Alltagswelt oft zu vergessen scheinen: die Einfachheit.

Dabei war die Errichtung von Stonehenge für die Menschen damals alles andere als einfach. Das Alter der Anlage wird auf mehr als 5000 Jahre geschätzt. Experten gehen davon aus, dass es viele Millionen von Arbeitsstunden gedauert hat, um die bis zu 50 Tonnen schweren Steine mit der Hand zu behauen, zu transportieren und in der bekannten Formation aufzustellen. Vor allem die horizontalen Decksteine, die auf den senkrechten Pfeilern liegen, lassen uns heute staunen.

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Der Film »Mondsüchtig«

»Mondsüchtig« aus dem Jahr 1987 ist eine romantische Filmkomödie, in der neben Cher und Nicholas Cage der Vollmond eine echte Hauptrolle spielt. Man sieht ihn unzählige Male im Film am nächtlichen Himmel stehen, anders als zum Beispiel bei »Schlaflos in Seattle«, wo er nur auf dem Filmplakat erscheint. Der Wort »mondsüchtig« im Filmtitel bezieht sich dabei weniger auf das Thema des Schlafwandelns, sondern eher darauf, dass das Verhalten der Menschen bei Vollmond manchmal sonderbar sein kann.

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Vollmond über dem Schwanensee

Wir waren kürzlich in einer Ballettaufführung – Schwanensee von Tschaikowsky – mit dem Moskauer Ballett. Schon nachdem sich der Vorhang zum ersten Mal hob, sah man auf dem Bühnenbild eine nächtliche Szenerie mit einem Schloss am See und oben am Himmel einen wunderbaren Vollmond stehen. Als dann später die »Schwäne« hinzukamen und das Ganze in bläuliches Licht getaucht wurde, war der ganze Raum von einer märchenhaften, feinen Stimmung durchzogen.

Die Tänzerinnen und Tänzer waren sehr beeindruckend, jede Bewegung mit absoluter emotionaler Kraft und perfekter Präzision getanzt. Man kam aus dem Staunen gar nicht heraus. Ein Genuss für die Sinne …

In der Schlussszene kam die Schlosslandschaft dann nochmals zum Einsatz – so war die ganze Darbietung vom Vollmondlicht umgeben.

Ob Tschaikowsky den Vollmond vor Augen hatte?

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Mit dem Auto auf dem Mond

Als Neil Armstrong 1969 im Rahmen der Apollo-11-Mission als erster Mensch den Mond betrat, sprach er die berühmten Worte »That’s one small step for (a) man … one … giant leap for mankind« [*] und setzte damit diesem historischen Schritt ein Denkmal. Selten in der Geschichte verdichtete sich der Erfolg menschlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit so eindrucksvoll in einem einzigen Augenblick.

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»Moon Over Bourbon Street« von Sting

In seinem ersten Soloalbum »The Dream of the Blue Turtle« aus dem Jahr 1985 veröffentlichte Sting das Lied »Moon over Bourbon Street«, in dem es nicht nur um den Mond geht. Er besingt darin das Dasein als Vampir, zu dem er vor Jahren wurde und das ihn nun dazu verdammt, im Mondschein und fahlen Laternenlicht den Passanten in dieser Straße zu folgen …

Es ist eine Besonderheit des Lieds, dass es den blutige Teil der Tat ausspart und nur indirekt beschreibt. Auch das Wort Vampir kommt nicht vor, wird allerdings eindeutig thematisiert, zum Beispiel durch die Zeile: »… you’ll never see my shade or hear the sound of my feet …«

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Sind Schlafwandler mondsüchtig?

Als Schlafwandeln wird eine Schlafstörung bezeichnet, bei der der Betroffene sich in einer Tiefschlafphase im Bett aufrichtet oder aufsteht und umhergeht ohne dabei aufzuwachen. Man nennt dies auch Somnambulismus, was von lat. »somnus« = Schlaf und »ambulare« = wandern abstammt. Eine weitere, veraltete Bezeichnung »Mondsucht« (Lunatismus) kommt daher, dass man früher davon ausging, dass der Vollmond mit seinem Licht den Schläfer dazu bringt, das Bett zu verlassen. Dies ist heute wissenschaftlich widerlegt: Schlafwandeln findet unabhängig vom Mondzyklus statt.

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