Müll auf dem Mond

mond-muell_198x198Während das Müllproblem auf unserem Planeten immer ernstere Ausmaße annimmt, stellt man bei genauerer Betrachtung fest, dass der Mensch nicht nur auf der Erde Müll hinterlässt. So gibt es Tonnen von Schrott von Satelliten und Raketen, der im Weltraum um die Erde kreist und auch auf dem menschenleeren Mond liegt bereits etlicher Müll, den die Astronauten bei ihren Missionen dort hinterlassen haben. Außerdem befinden sich unzählige Raumsonden auf dem Mond, die man dort bewusst zerschellen oder landen ließ, nachdem sie die entsprechenden Daten oder Bilder gesammelt und zur Erde übermittelt hatten. Offenbar liegt es in der Natur des Menschen, Müll zu produzieren und im großen Maßstab überall zu verteilen.

Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin im Jahre 1969 von ihrer Apollo-11-Mission zurückkehrten, blieben viele Gegenstände auf dem Mond zurück, wie technische Geräte und Werkzeuge, Ausrüstungsgegenstände, aber auch solch profane Dinge wie Brechtüten oder Urinbehälter. Man wollte Platz schaffen für Mondgestein und Proben. Auch die folgenden bemannten Mondlandungen hinterließen ihre Spuren, zum Beispiel die Mondfahrzeuge der Apollo-Missionen 15, 16 und 17 in den Jahren 1971 und 1972. Man spricht heute von 100 bis 200 Tonnen Müll auf dem Mond.

Einige Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der Mondmüll unter Denkmalschutz gestellt werden sollte, um ihn vor Diebstahl durch zukünftigen Mondtouristen zu schützen. Dabei wäre das doch die einfachste Form der Entsorgung! Die Golfbälle, die Alan B. Shepard 1971 im Rahmen der Apollo-14-Mission auf dem Mond abschlug, würden bei eBay sicherlich Rekordpreise erzielen.

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