Hasselblad-Kameras auf dem Mond

hasselblad_198x198Die Mittelformatkameras der schwedischen Firma Hasselblad genießen einen legendären Ruf und waren – zumindest damals – wohl die besten Kameras der Welt. Kein Wunder also, dass die NASA bei der Auswahl des Equipments für ihre Mond-Missionen auf diese Marke zurückgriffen. Alles drehte sich damals um die fotografische Qualität der Aufnahmen und außerdem um die Zuverlässigkeit der Apparate. Man hatte damals noch nicht die Möglichkeit, gleich zu überprüfen, ob ein Foto etwas geworden war, da das Material erst nach der Rückkehr zur Erde entwickelt werden konnten. Man ging also mit der Wahl der Kameras lieber auf Nummer sicher – unvorstellbar, wenn die Fotos in die Hose gegangen wären.

hasselblad-armstrong_198x198Bei der Apollo-11-Mission im Juli 1969, die bekanntlich die erste bemannte Mondlandung durch Neil Armstrong und Buzz Aldrin ermöglichte, waren mehrere Hasselbladkameras mit an Bord. Eine speziell ausgestattete Hasselblad 500 EL Data Camera wurde dann auf der Mondoberfläche eingesetzt. Sie hatte ein Réseaugitter, das die bekannten kreuzförmigen Markierungen auf den Mondaufnahmen erzeugte. Die Kamera war speziell gegen elektrische Aufladung und Temperaturbelastungen ausgestattet und erfüllte, wie wir sehen können, zuverlässig ihren Job.

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Fast alle Kameras, die auf den Apollo-Missionen verwendet wurde, blieben aus Gewichtsgründen auf dem Mond zurück. Man zog es vor, Gesteinsproben mit an Bord zu nehmen und natürlich die Magazine mit den belichteten Fotos (die sich von der Kamera abtrennen ließen). Wahrscheinlich ist nur eine der Hasselblad-Kameras zur Erde zurückgekehrt. Sie wurde auf der Apollo-15-Mission im Juni/August 1971 von James Irwin eingesetzt. Diese Kamera wurde im März 2014 von der Wiener Galerie WestLicht für 660.000 Euro versteigert. Ihr neuer Besitzer ist der Japaner Terukazu Fujisawa.

Es ist immer wieder faszinierend, wie allein die Tatsache, dass ein Gegenstand auf dem Mond war, ihn zu einem exklusiven Sammlerstück macht, das Höchstpreise erzielt. Der Mond hat eben eine exorbitante Ausstrahlung.

Fotos: NASA, Hasselblad

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