Der »Goldene Henkel« des Mondes

goldener-henkel_198x198Wenn das Sonnenlicht in flachem Winkel auf die Mondoberfläche auftrifft, entstehen durch die Berge und Täler interessante Beleuchtungseffekte, die von der Erde aus gut beobachtet werden können. Ein bekannter Effekt ist der sogenannte »Goldene Henkel«. Dabei wird etwa 4 bis 5 Tage vor dem Vollmond das Jura-Gebirge (»Montes Jura«) angestrahlt und erscheint als heller Bogen vor der noch abgedunkelten Regenbogenbucht (»Sinus Iridum«) des Mare Imbriums. Dies wird dadurch verstärkt, dass die Licht-Schatten-Grenze, die sich Tag-Nacht-Grenze oder »Terminator« nennt, direkt durch diesen Bereich verläuft.

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Bereits Galileo Galilei (1564–1642) kannte den »Goldenen Henkel« und nutze seine Beobachtungen, um die Höhe der Mondgebirge zu schätzen – ein faszinierender Gedanke, wenn man sich vorstellt, dass man ihm dabei über die Schulter gucken kann.

Es lohnt sich immer wieder, einen Blick auf unseren Mondtrabanten und die interessanten Details seiner Oberfläche zu werfen. Wie angenehm klein werden dabei unsere irdischen Probleme …

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