Sinatra trifft Rachmaninoff

Sie sind sich wahrscheinlich nie persönlich begegnet, Frank Sinatra (1915–1998), der amerikanische Sänger und Entertainer und Sergei Rachmaninoff (1873–1943), der russische Pianist und Komponist, obwohl es rechnerisch möglich gewesen wäre. Zwischen den beiden Musikern lagen allerdings fast zwei Generationen und stilistisch sicherlich Welten. Es gibt aber einen interessanten Berührungspunkt, der zudem noch mit dem Vollmond zu tun hat.

Es geht um das Lied „Full moon and empty arms“, 1945 komponiert von Ted Mossman (1910–1977), einem Schüler der Eastman School of Music, der dafür bekannt war, sich für seine Kompositionen von klassischen Stücken inspirieren zu lassen. „Full moon and empty arms“ basiert auf einer Melodie, die Mossman aus Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll, 3. Satz von 1901 übernommen hat. Ted Mossmanns Lied wurde 1945 von Frank Sinatra gesungen und berühmt gemacht. Wir haben hier ein paar Takte der beiden Stücke gegenüber gestellt – zuerst Sinatra, dann Rachmaninoff:

Auch andere Interpreten haben „Full moon and empty arms“ gesungen, unter anderem die deutsch-italienische Sängerin Caterina Valente im Jahr 1960.

Im Refrain des Liedes kommt der Vollmond voll zur Geltung, wenn es heißt:

„Full moon and empty arms
The moon is there for us to share
But where are you?

Full moon and empty arms
tonight, I’ll use the magic moon
to wish upon.“

Sehr schön wird hier die Sehnsucht zum Ausdruck gebracht, die einen beschleichen kann, wenn man allein ins silberne Mondlicht blickt. Gleichzeitig wird die magische Kraft deutlich, die der Mensch im Mondlicht sieht, um seine Wünsche zu erfüllen.

Wer die Lieder in ganzer Länge anhören möchte, findet hier die Links zu den Videos auf YouTube:

Frank Sinatra

Sergei Rachmaninoff

Caterina Valente
www.youtube.com/watch?v=6P74Vl2CZGo

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