Die Armbanduhr auf dem Mond

Was hat ein Astronaut am Handgelenk? Man möchte es nicht glauben, aber es ist etwas ganz und gar Irdisches: eine Armbanduhr. Denn die Zeitangabe ist neben den Koordinaten, die seine Position im Weltraum anzeigen die wichtigste Information für seine Mission und sein Leben. Und obwohl Astronauten umgeben sind von Instrumenten aller Art hat man bereits in den ersten Tagen der Raumfahrt daran gedacht, die Besatzung zur Sicherheit mit Armbanduhren auszustatten. Mit besonderen Modellen versteht sich.

Welche Uhr könnte das sein, die in der Schwerelosigkeit funktioniert und höchstmögliche Sicherheit verspricht? Diese Fragen hat sich die NASA bereits 1962 gestellt und verschiedene Tests durchgeführt. Der Gewinner war die OMEGA Speedmaster Professional. Interessanterweise eine Uhr, die nicht extra für die Raumfahrt gebaut wurde, sondern normal im Handel erhältlich war. So kam es, dass Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins bei ihrer Apollo-11-Mission diese Uhren trugen und sie damit zur ersten Armbanduhr auf dem Mond machten. Es war übrigens Aldrins Uhr die die Mondoberfläche als Erste zu Gesicht bekam, denn Armstrong ließ seine Uhr wegen eines Instrumenten-Ausfalls an Bord der Raumfähre zurück.

Als Buzz Aldrin dann 1970 seine persönlichen Dinge der Apollo-11-Mission an das National Air and Space Museum der Smithsonian Institution in Washington schickte, verschwand diese Sendung auf mysteriöse Weise. Wahrscheinlich hat ein wissender Souvenirjäger oder auch ein unwissender kleiner Gauner die Gelegenheit genutzt, die bekanntlich Diebe macht. Wo die Uhr sich heute befindet und ob sie überhaupt noch existiert, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Die OMEGA Speedmaster Professional wird heute noch verkauft und man kann mit Recht behaupten, dass sie DIE Monduhr ist.

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