Die chinesische Mondgöttin Chang’e

chang-e_198x198Chang’e ist die chinesischen Göttin des Mondes. Sie steht nicht symbolisch für den Mond, wie beispielsweise die griechische Mondgöttin Selene, Chang’e lebt auf dem Mond und ist mit dem uns wohlbekannten Hasen befreundet. Aber war sie schon immer dort oben?

Die Legende besagt, dass sie vor einigen tausend Jahren dort hinaufgelangte. Es gibt verschiedene Versionen der Geschichte, die wir hier nicht in allen Formen darlegen wollen. Jedenfalls spielt ihr Ehemann Hou Yi eine zentrale Rolle, der durch seine Kunstfertigkeit im Bogenschießen zur Hilfe kam, als zehn Sonnen die Erde zu verbrennen drohten und er neun von ihnen vom Himmel schoss. chang-e_198x286Daraufhin erhielt er als Belohung eine Medizin in Form einer Pille, die ihn unsterblich machen sollte. Und eben diese Pille fand Chang’e in seiner Abwesenheit und schluckte sie in aller Eile, als er plötzlich zurückkehrte. Somit wurde Chang’e unsterblich und schwebte hinauf in den Himmel zum Mond, wo sie seitdem lebt. Hou Yi, der daraufhin auf der Sonne seinen Palast erbaute, besucht sie zum Mondfest im September jeden Jahres. Die beiden repräsentieren das Yin und Yang, das weibliche und männliche Prinzip.

Als der amerikanische Astronaut Michael Collins im Jahr 1969 auf der Apollo-11-Mission vom Mission Control Center in Houston humorvoll auf Chang’e und ihren Begleiter den Hasen hingewiesen wurde, antwortete Collins ebenso augenzwinkernd: »Okay. We’ll keep a close eye out for the bunny girl.« [Okay. Wir werden unsere Augen offen halten nach dem Hasen-Mädchen.]

Die Volksrepublik China schickte im Rahmen ihres Mondprogramms von 2007 bis 2013 drei verschiedene Sonden zum Mond, die nach der Mondgöttin Chang’e benannt waren und gab damit ihre Wertschätzung der Legende zum Ausdruck. Und auch wenn sich in der Raumfahrt das meiste um sachliche Fakten dreht, tut es gut, dass es Geschichten wie die von Chang’e gibt, die uns daran erinnern, dass die Wirklichkeit viel größer ist, als wir sie uns vorstellen können.

Rubrik: Lesenswert, Liebenswert, Sehenswert, Unbeschwert | 1 Kommentar | Kommentieren

Kommentare

  • vielen Dank für diesen Beitrag. ich bin auch ein großer Fan des Mondes und chinesischer Sagen. würde euch allen empfehlen dieses Wochenende nach Salzburg zu fahren, denn: Das Ensemble SHEN YUN aus New York kommt! Sie bringen uns eine Kultur wieder, die ein Regime jahrzehntelang versucht hat auszulöschen: Die 5000 Jahre alte Kultur aus dem Reich der Mitte. Mit Tänzen aus dem westlichen Tibet über der Mongolei bis in den Nordosten Chinas und einem weltweit einzigartigem Orchester erzählen Sie von Helden und Legenden und geben uns etwas so Schönes zurück, das man in Worten nicht fassen kann. Mir zumindest geht es so. Daher hier meine Empfehlung, schaut hier mal rein, denn es ist wirklich fantastisch http://promo.shenyun.com/discover-shenyun/?salzburg
    PS: Dieses Kulturförderungsprojekt wurde von Auslandschinesen ins Leben gerufen und tourt um die ganze Welt. Nur nach China dürfen sie nicht rein. Warum wohl…

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