Buzz Aldrin – der zweite Mann auf dem Mond

buzz-aldrin_198x198Buzz Aldrin (* 1930) ist ein amerikanischer Astronaut und der Mann, der im Rahmen der Apollo-11-Mission am 21. Juli 1969 nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond betreten hat. Er stand immer im Schatten seines Kollegen, und man könnte glauben, dass er darunter zu leiden gehabt haben müsste. Dies war aber nicht der Fall, er wollte eigentlich nicht ins Rampenlicht, war zufrieden damit, in der zweiten Reihe zu stehen. Als er 20 Minuten nach Armstrong seine Füße in den Mondstaub setzte, sagte er: »Beautiful, beautiful. Magnificent desolation.« [Wunderschön, Wunderschön. Großartige Einöde.]

Bei dieser Mission wurde das bekannte Foto geschossen, von dem fälschlicher Weise oft angenommen wird, es würde Armstrong zeigen. Der stand aber hinter der Kamera und drückte auf den Auslöser. Somit sehen wir also Buzz Aldrin auf dem meistgezeigten Bild des Menschen auf dem Mond.

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buzz-aldrin-selfie_198x198Im Rahmen der Gemini-12-Mission im November 1966 nahm Aldrin das erste »Space-Selfie« auf, ein Trend der uns heutzutage nur allzu bekannt vorkommt. Das Bild wurde im Jahr 2015 für $9,200 bei Dreweatts & Bloomsbury in London versteigert.

Aldrins Vater war Militärflieger und bestärkte den Wunsch seines Sohnes zu fliegen in sehr frühen Jahren. Buzz Aldrin war sehr sportlich, diente bei der US Air Force und war Kampfpilot im Koreakrieg. Anschließend studierte er Luft- und Raumfahrttechnik, promovierte und kam daraufhin zur NASA. Der Rest ist Geschichte.

buzzer_198x198Der Spitzname »Buzz« kommt von seiner Schwester Fay Ann, die ihn als Kind »Buzzer« nannte – eine falsche Aussprache des Wortes »brother« [Bruder]. In den 1980er-Jahren legte er seine offiziellen Vornamen Edwin Eugene ab und wurde zu Buzz Aldrin.

Erwähnenswert ist noch der Geburtsname seiner Mutter: Sie hieß Marion Moon … ein schönes kleines Detail eines ansonsten eher schweren und von Alkohol gezeichneten Lebens. Sie nahm sich kurz vor der Mondlandung das Leben, wahrscheinlich aus Furcht, dem Trubel nicht gewachsen zu sein. Dies könnte auch einer der Gründe für Aldrins Zurückhaltung bei der Mondlandung gewesen sein.

Buzz Aldrin beschreibt in seinem Buch »No Dream Is Too High – Life Lessons From a Man Who Walked on the Moon«, wie er mit seiner Rolle als zweiter Mann auf dem Mond umging, wie er lernte, sich nicht von Hindernissen oder Rückschlägen abhalten zu lassen, seine Träume zu verwirklichen und im Leben immer nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Wahre Worte!

Wir finden, Buzz Aldrins Leistung verdient ebenso viel Beachtung und Anerkennung wie die all seiner Kollegen. Und vielleicht lernen wir damit ein wenig mehr, nicht immer nur auf die Ersten zu blicken, sondern die gemeinsamen Errungenschaften wertzuschätzen.

Fotos: NASA

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