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The Kinks und ihr Song »Full moon«

Im Jahr 1977 veröffentlichte die englische Musikgruppe The Kinks ihr Album »Sleepwalker«, mit dem sie nach einer eher konzeptionellen und textlastigen Phase wieder mehr zu den rockigen Tönen der 1960er-Jahre zurückfanden und somit zumindest ein wenig an die Erfolge anknüpfen konnten.

The Kinks gelten neben den Beatles, Rolling Stones und The Who zu den wichtigsten britischen Rockbands dieser Zeit. [weiterlesen] „The Kinks und ihr Song »Full moon«“

Die Libration des Mondes

Wer des Nachts einen taumelnden Mond zu sehen glaubt, wird wahrscheinlich zu tief ins Glas geblickt haben, obwohl es eine Taumelbewegung des Mondes in der Astronomie sehr wohl gibt. Diese wird »Libration« genannt, findet aber sehr langsam statt und ist dadurch mit bloßem Auge nur im Zeitraffer wahrnehmbar.

Der Mond befindet sich beim Umlauf um die Erde in einer sogenannten gebundenen Rotation. Das bedeutet, dass er der Erde immer die selbe Seite zuwendet, während die Rückseite des Mondes von der Erde aus nicht sichtbar ist. Durch bestimmte physikalische Gegebenheiten (die mit Umlaufbahnen, Winkelgeschwindigkeiten, Massenzentren u.a. zu tun haben) geschieht es, dass die sichtbare Fläche des Mondes im Verlauf des Mondzyklus leicht variiert und in ihrer Achse leicht schwankt bzw. sich leicht zu drehen scheint. [weiterlesen] „Die Libration des Mondes“

Guru Purnima an Vollmond

Im Juni oder Juli jeden Jahres gedenken in Indien, aber auch in weiten Teilen Asiens, die Schüler mit einem großen Fest ihren spirituellen Lehrern (Gurus). Dieses Fest wird jeweils an einem Vollmond (Purnima) gefeiert:

3. Juli 2012 [*]
22. Juli 2013
12. Juli 2014
31. Juli 2015

Der Tag wird im Hinduismus auch dem Weisen Vyasa geweiht, der mit wichtigen indischen Schriften in Zusammenhang steht, wie die Veden, eine bedeutsame Sammlung religiöser Texte. [weiterlesen] „Guru Purnima an Vollmond“

Der Mondstein

Kalium, Aluminium, Silizium, Sauerstoff und einige andere Zutaten ergeben in einer bestimmten Zusammensetzung ein Mineral, das durch seinen weißlich schimmernden Glanz den Namen Mondstein erhalten hat. Dieser Stein war schon in alten Kulturen bekannt, die Römer sahen darin gefrorenes Mondlicht, die alten Griechen eine Verbindung zu ihrer Mondgöttin Selene. [weiterlesen] „Der Mondstein“

»Der beerdigte Mond«

Wir greifen nochmals in die Schatzkiste der altenglischen Geschichten und finden das Märchen »The Buried Moon« oder auch »The Dead Moon«. Das Stück wurde 1894 von dem australischem Historiker Joseph Jacobs in einer Märchensammlung veröffentlicht, hat aber seinen Ursprung wie alle Volksmärchen weiter zurückliegend und wurde mündlich über die Jahrhunderte weitererzählt. [weiterlesen] „»Der beerdigte Mond«“

Lunatic – die verrückte Seite des Mondes

Wie wir bereits in unserem Artikel über das Schlafwandeln geschrieben hatten, wurde in der Vergangenheit ein Zusammenhang gesehen zwischen dem Mondlicht und Menschen, die sich ungewöhnlich, verrückt oder bedrohlich verhielten. Man nahm an, dass das Mondlicht dieses Verhalten verursacht und sprach dann von »lunatisch«, was vom Lateinischen »lunatus« abstammt und soviel bedeutet wie »vom Mond beeinflusst«. Im Englischen wurde der Begriff »lunatic« über mehrere Jahrhunderte für viele Formen von geistigen Krankheiten verwendet. Da man sich viele dieser Krankheiten über lange Zeit nicht erklären konnte (und es gibt auch heute genug offene Fragen), brauchte man einen Bezugspunkt, ein Wort, dass den Weg durch die Dunkelheit begleiten konnte. Der Mond kam da sehr gelegen. [weiterlesen] „Lunatic – die verrückte Seite des Mondes“

Ich denk‘ an Dich bei Vollmond

Dieser Artikel ist für alle Liebenden, die weit von einander entfernt sind – vielleicht durch eine Reise, vielleicht durch die Lebensumstände.

Manchmal muss man lernen, die räumliche Entfernung nicht als innere Distanz zu erfahren. Aber obwohl man sagt, dass Liebe Zeit und Raum überwindet, hat man doch im Innersten die Sehnsucht nach Nähe, die sich trotz aller vernünftiger Gedanken nur schwer beiseite schieben lässt. Ein Kuss am Telefon ist eben nicht das Gleiche, wie der Moment, in dem Lippen sich berühren. [weiterlesen] „Ich denk‘ an Dich bei Vollmond“

Die Mondtäuschung

Haben Sie schon einmal ein Foto vom Vollmond gemacht und sich anschließend gewundert, dass der Mond auf dem Foto viel kleiner aussieht, als er Ihnen in natura erschien? Dieser Effekt tritt besonders dann auf, wenn der Mond über dem Horizont steht. Es handelt sich dabei um die sogenannte Mondtäuschung, die eine optische Täuschung ist, also nur von unserem Wahrnehmungsapparat so gesehen wird und daher auf einem Foto nicht abgebildet werden kann. [weiterlesen] „Die Mondtäuschung“

Mehr Aggression bei Vollmond?

Das Wort »Aggression« leitet sich von dem lateinischen Verb »aggredi« ab, was »herangehen, angreifen« bedeutet. Das ist interessant, denn es findet sich nicht nur eine zerstörerische Energie darin, sondern auch eine voranschreitende, lösungsorientierte. Man spricht ja auch davon, Probleme anzugehen oder an eine Aufgabe heranzugehen. Im Verlauf der Jahrhunderte scheint die Komponente des Angriffs und der Zerstörung Übergewicht bekommen zu haben, so dass wir Aggression heute als negativ bewerten und als Resultat Zerstörung, Gewalt oder Krieg sehen. So wird schnell verständlich, warum es uns Menschen schwer fällt, mit unseren Aggressionen, die wir ausdrücken oder zurückhalten, natürlich umzugehen. Wir haben ihnen einen negativen Stempel aufgedrückt. Und etwas Negatives will man weder in sich tragen noch äußern. [weiterlesen] „Mehr Aggression bei Vollmond?“

Supermond. Alles super, oder was?

Der Mond umkreist die Erde. Es ist allerdings kein Kreis – wie einen das Wort »umkreisen« glauben lässt – sondern eine Ellipse, die sich noch dazu im Weltraum wie eine Art Spirale darstellt, weil ja die Erde zusammen mit dem Mond um die Sonne kreist. So kommt es, dass der Abstand zwischen Erde und Mond nicht gleich groß ist, sondern sich fortwährend verändert. Die Entfernung variiert dabei von ca. 357.000 km (nennt man Perigäum) bis ca. 406.000 km (nennt man Apogäum). [weiterlesen] „Supermond. Alles super, oder was?“

Moonraker – eine englische Legende

Auch wenn der Titel dieses Artikels dies nahelegt, geht es im Folgenden nicht um James Bond, den berühmten Geheimagenten Ihrer Majestät, sondern um eine andere Legende, die sich im südenglischen Wiltshire zugetragen haben soll.

Eine Bande von Alkohol-Schmugglern versuchte damals, ihre Fässer im Teich eines Dorfes vor den Augen der offiziellen Steuereintreiber zu verstecken. Als sie von diesen nachts am Ufer angetroffen und zur Rede gestellt wurden, versuchten die Schmuggler mit Gartenwerkzeugen die Wasseroberfläche zu rechen, um den Blick auf die Fässer zu erschweren. Sie behaupteten dabei, sie wollten einen runden Käse aus dem Teich holen und deuteten auf das Spiegelbild des Vollmonds im Wasser. Die Amtspersonen erklärten sie für nicht ganz bei Verstand und ließen sie gewähren. [weiterlesen] „Moonraker – eine englische Legende“

An Vollmond zum Friseur?

Man hört immer wieder, dass man bestimmte Dinge in bestimmten Mondphasen tun oder lieber lassen sollte, so auch bei Vollmond. Man kann daran glauben oder nicht. Es lässt sich sicherlich nicht beweisen und wir sind ehrlich gesagt eher skeptisch, was diese Zuordnungen von menschlichen Aktivitäten zum Mondgeschehen betrifft. Wir wollen es aber nicht ausschließen – immerhin ist weder die Wirksamkeit, noch die Unwirksamkeit solcher Thesen bewiesen. Solange man sich nicht gefangen nehmen lässt von den eigenen Überzeugungen, gehört es zu den Freiheiten des Menschen, sein Leben frei zu gestalten. [weiterlesen] „An Vollmond zum Friseur?“

Angeln bei Vollmond?

Hat Vollmondlicht einen Einfluss darauf, wie Fische beim Angeln beißen? Manche behaupten, es wäre zwecklos bei Vollmond zu angeln, andere bestehen darauf, das ihre Fänge bei Vollmond besonders groß und kaum zu übertreffen seien.

Man kann davon ausgehen, dass es mehr das Mondlicht ist, was eine Wirkung auf die Fische ausüben könnte, als das astronomische Ereignis Vollmond selbst (das, wie bereits erläutert auch am Tag stattfinden kann). Demzufolge dürfte es kaum einen Unterschied machen, ob man in der Nacht vor/nach dem Vollmond oder in der Vollmondnacht selbst angelt, denn die Lichtmenge ist hier annähernd gleich und wird deutlich mehr durch Wolken und Wetter beeinflusst, als durch die exakte Planetenkonstellation. [weiterlesen] „Angeln bei Vollmond?“

Vollmond am Tag

Natürlich hat man den Nachthimmel vor Augen, wenn man an den Vollmond denkt. In Wirklichkeit hat aber das Ereignis »Vollmond« nichts damit zu tun, ob bei uns gerade Tag oder Nacht ist. Vollmond ist dann, wenn Sonne – Erde – Mond im Weltraum in einer Reihe stehen und zwar in genau dieser Reihenfolge, die Erde liegt also zwischen Sonne und Mond. Je nachdem zu welcher Uhrzeit dies geschieht, ist auf der sonnenabgewandten Erdhalbkugel gerade Nacht und man sieht dort den Mond am Himmel stehen. Auf der sonnenzugewandten Erdhalbkugel ist aber in diesem Moment Tag und man sieht den Mond nicht, da er von diesem Standpunkt aus betrachtet hinter der Erde liegt. [weiterlesen] „Vollmond am Tag“

Das Letzte Abendmahl bei Vollmond

Kurz vor Ostern werfen wir einen Blick auf die christliche Religion und stellen fest, dass es ein wichtiges Ereignis gibt, das bei Vollmond stattgefunden haben muss: das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern. Geschichtlich betrachtet geht das Abendmahl auf das jüdische Pessachmahl zurück, das traditionell am Vorabend des Pessach stattfindet (Seder). Dieses Mahl wird am 14. Nisan gefeiert, der immer am ersten Vollmond nach der Tag- und Nachtgleiche – also dem Frühlingsbeginn – ist. So wurde später auch die Berechnung des Osterdatums festgelegt: »Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.« [weiterlesen] „Das Letzte Abendmahl bei Vollmond“

Asterix und der Vollmond

Wer kennt sie nicht, die furchtlosen Gallier Asterix und Obelix, die seit Jahrzehnten die Herzen der Comic-Fans höher schlagen lassen und immer wieder durch geistreiche Texte und gekonnte Zeichnungen beeindrucken. Die Geschichten stammen aus der Feder des französischen Zeichners Albert Uderzo (* 1927), der im Jahr 1959 zusammen mit seinem Landsmann René Goscinny (1926–1977) das erste Heft kreierte und damit die Abenteuer der tapferen Gallier ins Leben rief. [weiterlesen] „Asterix und der Vollmond“

Die Mondmeere

Wenn man den Mond betrachtet, sieht man dunkle Flecken auf seiner Oberfläche. In alten Zeiten dachte man, dass es sich dabei um Meere oder Ozeane handelt wie auf der Erde und benannte diese als »Mare« (Mehrzahl: »Maria«). Giovanni Riccioli (1598–1671), ein italienischer Priester und Astronom, war hier federführend und gab vielen der Mondmeere ihre lateinischen, teilweise poetisch anmutenden Namen. Wir wollen ein paar herausgreifen, die wir erwähnenswert finden. [weiterlesen] „Die Mondmeere“

Sind Schlafwandler mondsüchtig?

Als Schlafwandeln wird eine Schlafstörung bezeichnet, bei der der Betroffene sich in einer Tiefschlafphase im Bett aufrichtet oder aufsteht und umhergeht ohne dabei aufzuwachen. Man nennt dies auch Somnambulismus, was von lat. »somnus« = Schlaf und »ambulare« = wandern abstammt. Eine weitere, veraltete Bezeichnung »Mondsucht« (Lunatismus) kommt daher, dass man früher davon ausging, dass der Vollmond mit seinem Licht den Schläfer dazu bringt, das Bett zu verlassen. Dies ist heute wissenschaftlich widerlegt: Schlafwandeln findet unabhängig vom Mondzyklus statt. [weiterlesen] „Sind Schlafwandler mondsüchtig?“

Tecciztecatl – der Mondgott der Azteken

Die Azteken waren ein indigenes Volk (Ureinwohner) das zwischen dem 14. und 16 Jahrhundert in Mittelamerika, im Bereich des heutigen Mexiko lebte. Sie hatten wie alle ursprünglichen Völker verschiedene Gottheiten und Tecciztecatl ist der Gott des Mondes. Über die Azteken sind viele Geschichten überliefert, die meisten davon erscheinen finster und grausam. Auch das Ende dieses Volkes durch die spanischen Eroberer war blutig und gehört nicht zu den Kapiteln, derer sich die Menschheit rühmen könnte. Man blickt also mit gespaltenen Gefühlen in die Vergangenheit. [weiterlesen] „Tecciztecatl – der Mondgott der Azteken“

Halo und Korona

Wir wenden uns zwei interessanten Arten von Lichterscheinungen um den Mond zu: Halos und Koronas. Beide sind optische Phänomene in der Atmosphäre, die allerdings physikalisch betrachtet unterschiedlich zustande kommen und auch verschieden aussehen.

Ein Halo (Abbildung links) entsteht durch Brechung des Lichts an Eiskristallen und erzeugt einen klar abgegrenzten Lichtring um Sonne oder Mond, während die Fläche zwischen Himmelskörper und Ring fast leer erscheint. Es können auch Lichtflecken, -bögen oder -säulen entstehen. [weiterlesen] „Halo und Korona“