Wolf’s Nacht

Sterne leuchten und es strahlt der Mond,
welche Magie oft diesem Scheine inne wohnt,

wie manchmal, nicht selten zur Vollmondnacht,
beflügelt den Wolf diese eine besondere Macht,

bald steht er auf, läuft suchend umher,
und findet dabei seine Rudel nicht mehr,

so beginnt er mit sehnsüchtigem Heulen zu später Nacht,
hat damit manch zartes Geschöpf um den Schlaf gebracht,

nicht den Mond heult er an, den er auch noch nie rührte,
sondern eine Gefährtin, die er oft damit herbeiführte,

und so zog er sie magisch in seine Nähe hin,
macht Jagd auf die nun erkorene Gespielin,

aus seinen Lefzen steigt ein sanftes Grollen,
wem verrät der Wolf vom tief geheimnisvollen,

er wälzt sich kräftig, laut und immer wieder,
erinnert sich stolz an seiner Jugend Lieder,

kurz liegt der alte Wolf auch träumend da,
noch zerzaust hängt sein struppig langes Haar,

langsam heben sich ja beben seine Flanken,
erst kann er kaum laufen nun muss er wanken,

er, der so viele Sommer schon hat gesehen,
die Gedanken daran wollen ihm nicht vergeh’n,

der Wolf liegt da und leckt noch seine Wunden,
die ihm das Leben brachte, das ihn geschunden,

tut spielend so, als will er sie nicht drängen,
doch längst schon liegt sie in seinen Fängen,

der graue Wolf wird einsam geh’n,
bis ihn das Rudel wird wiedersehn,

und nach der Nacht am nächsten Morgen,
wacht er in der Lichtung wohl verborgen,

doch nach geheimen Riten alter Wolfsnatur,
war sie dem Zauber schon verfallen pur,

wenn Wölfe heulen könnt‘ man meinen,
leise dazwischen hörte man es weinen,

es bricht der Laut die Seele stirbt von innen,
viele Tage an denen die Klagen nicht verrinnen,

kaum ein Ende nehmen seine eigenen Schmerzen,
bis kommen zur Ruh‘ die geschundenen Herzen,

bis wieder erwacht sein Trieb zum Weiterleben,
so ist es halt mit alten grauen Wölfen eben…

Wolf(gang)

… Wolfs(n)acht — Wolfs(m)acht … gebt Acht …

Little Poetric


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