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Ballade vom Mond


Der volle Mond hat in der Nacht
schon wieder ihren Schlaf geraubt.
Die Sorgen luden schwere Fracht
auf ihre Brust und auf ihr Haupt.
Und immer dieses gleiche Spiel:
der Mond wird schmal,
dann ist er fort.

Ruhlos, kaum geht das Sonnenlicht,
verfolgt ihr Blick den bleichen Mond.
Wenn grinsend er ins Zimmer blickt,
das Augenschließen sich nicht lohnt.
Und immer dieses gleiche Spiel:
der Mond wird schmal,
dann ist er fort.

Und wieder eine Vollmondnacht
Schatten jagen übern Himmel,
bläst ein Sturm mit wilder Macht
klagt der Totenglock' Gebimmel.
Und immer dieses gleiche Spiel:
der Mond wird schmal,
dann ist er fort.

Angst hat sich um ihr Herz gekrallt
wenn abends sie den Mond erblickt,
tausender Vögel Schrei erschallt,
ohnmächtig sie zusammenknickt.
Und immer dieses gleiche Spiel:
der Mond wird schmal,
dann ist er fort.

Vor Angst ganz irre ist sie schon
als der Mond sich wieder rundet
Sie lehnt sich vor auf dem Balkon,
der Vögel Schwarm ihr Herz verwundet.
Und immer dieses gleiche Spiel:
der Mond wird schmal,
dann ist er fort.

Dann kommt die Nacht: Auf Mondes Strahl
flattern Raben in ihr Zimmer,
krallen sie, es bleibt ihr keine Wahl,
nehmen sie mit. Man sah sie nimmer.
Auch jetzt noch dieses gleiche Spiel:
der Mond wird schmal,
dann ist er fort.


Erika Maaßen



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