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Vollmondfluch


Der Tag endete wie eine sanft ausklingende Sinfonie,
Jack las nochmals die rettenden Prophezeiungen aus dem Buch.
Hoffentlich ist es bald vorbei mit dieser schrecklichen Magie,
mit diesem grausamen Vollmondfluch.

Aus dem Paradies gerissen, er der gütige Mann,
hatte Marie den bösen Mond verschwiegen,
wurde in die Hölle geworfen, abgestempelt zum Tyrann.
Wird die Liebe den Fluch besiegen?,
wie im Buch beschrieben, er glaubt fest daran.

Marie, seine große Liebe, bezaubernd schön, jungfräulich rein,
er hatte lange nach ihr gesucht, immer vertraut auf dieses Buch.
Die Vermählung musste geschehen im 13. Vollmondschein,
nur dann würde er verschwinden dieser Fluch.

Mitternacht der 12. Vollmond schimmert durch Wolken grell,
schleichender Wind umhüllt ihn, eine Eule schreit.
Aus seiner Haut springt schon wieder das graue, wollige Fell,
dies dämonisch, hässliche Kleid.

Ein Zittern, ein Beben, ein Schaudern, wie Feuer und Eis,
sein Körper ausgeliefert, dieser dunklen Macht.
Schnell wachsender Kiefer, geschärfte Zähne, der Atem brennend heiß,
das mörderische Tier in ihm erwacht.

Als Wolf jagt er nun im Mondschein, gierig um zu fressen,
verwandelt sich in eine Bestie, die er hasst.
Der Morgen mit dem Duft des Blutes schafft kein Vergessen,
doch mit der Liebe zu Marie, wird er beenden diese Todeslast.

Jack und Marie, Hochzeitstanz in der 13. Vollmondnacht,
bis auf einmal ein großer, grauer Wolf, tot vor ihnen am Boden liegt.
Die Liebe ist immer noch die stärkste Macht,
durch den Zauber des Buches hatten sie den Vollmondfluch besiegt.
Egal ob Märchen, Mythen oder Phantasie,
die Flammen der Liebe und das magische Licht des Mondes,
erlöschen nie.


Karsten Herrmann



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