Die Mondmeere

Wenn man den Mond betrachtet, sieht man dunkle Flecken auf seiner Oberfläche. In alten Zeiten dachte man, dass es sich dabei um Meere oder Ozeane handelt wie auf der Erde und benannte diese als »Mare« (Mehrzahl: »Maria«). Giovanni Riccioli (1598–1671), ein italienischer Priester und Astronom, war hier federführend und gab vielen der Mondmeere ihre lateinischen, teilweise poetisch anmutenden Namen. Wir wollen ein paar herausgreifen, die wir erwähnenswert finden.

Das Mare Crisium [1], das Meer der Gefahren, ist ein deutlich sichtbarer runder Fleck, der isoliert am Rand liegt und sich gut eignet, um die Lage der Meere auf der Mondoberfläche zu lokalisieren, da diese sich im Verlauf der Nacht und auch bezogen auf den geografischen Standort immer wieder verändert.

Unmittelbar daneben liegen – ebenfalls in Form von drei runden Flecken – das Mare Serenitatis [2], das Mare Tranquillitatis [3] und das Mare Fecunditatis [4], also Heiterkeit, Ruhe und Fruchtbarkeit. Ein schöner Dreiklang, der sich im menschlichen Leben unmittelbar widerspiegelt.

Schließlich möchten wir noch den Oceanus Procellarum [5] nennen, den Ozean der Stürme, eine große Fläche gegenüber dem Mare Crisium und der einzige »Ozean« auf dem Mond.

Die Maria sind in Wirklichkeit Lava, also geschmolzenes Gestein (Magma), das aus dem Inneren des Mondes an die Oberfläche trat und dort erstarrte. Dies geschah durch Meteoriten-Einschläge in der Entstehungsphase des Mondes, was auch erklärt, warum hauptsächlich die Vorderseite betroffen ist (16,9% der Oberfläche), und weniger die Mondrückseite (nur 2,6% der Oberfläche).

Die Maria des Mondes werden oft als Figuren gedeutet, wie das Gesicht oder der Hase auf dem Mond. Der Mensch hat eben eine blühende Fantasie.

Rubrik: Lesenswert, Sehenswert | 3 Kommentare | Kommentieren
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  • ich mag züge

  • ich mag monde

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