Eine Mondbasis via 3D-Drucker

Ein 3D-Drucker ist ein Gerät mit dem man dreidimensionale Gegenstände ausdrucken kann. Das hört sich zunächst verwunderlich an, wird aber schnell verständlich, wenn man weiß, dass die Objekte in Schichten aufgebaut werden. Der Drucker trägt statt Tinte das entsprechende Material (z.B. Kunststoff) auf und formt somit das Ergebnis.

Da solche Drucker nun für den Endverbraucher zu normalen Preisen erhältlich sind, werden wir zukünftig statt der Produkte nur noch Druckdaten kaufen. Dieser Trend geht also weg vom Massenprodukt, hin zum individualisierten Einzelartikel.

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) verwendet diese Technologie nun als Basis einer Studie, in der untersucht wird, inwieweit man mit solchen Druckern auf dem Mond Gebäude drucken könnte. Das Interessante daran ist, dass man als Druckmaterial das auf dem Mond befindliche Gestein verwenden würde (das als Regolith in sandartiger Form die Mondoberfläche bedeckt) und sich damit den Transport zum Mond ersparen würde. Die ESA arbeitet hierzu mit dem renommierten Londoner Architekturbüro Foster+Partners zusammen, das eine Mondbasis in Form einer Kuppel entworfen hat. Die Architekten haben ihr Können ja auf Erden bereits mit ähnlich geformten Strukturen unter Beweis gestellt, beispielsweise mit der Kuppel für das Reichstagsgebäude in Berlin.

Aber auch andere Gebäudeelemente sollen der Studie zufolge mit 3D-Druckern hergestellt werden – bis hin zu Häusern für Mondsiedler. Dies alles ist natürlich Zukunftsmusik, denn bis heute ist noch nicht einmal klar, wann der nächste Mensch den Mond betreten wird. Geplante Mondmissionen werden immer wieder aus Budgetgründen gestoppt. Wir haben in der Tat auch genug Probleme auf der Erde zu lösen …

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